– Einleitung – Grundbegriffe
– Satteldach
– Pultdach
– Walmdach und Krüppelwalmdach (dieser Artikel)
– Tonnendach
– Zeltdach

Weiter geht es mit unserer kleinen Serie „Verschiedene Dachformen“. Der heutige Beitrag ist dem Walmdach und dem Krüppelwalmdach gewidmet.

Walmdach

Das Walmdach hat auf der Traufseite und auf der Giebelseite geneigte Dachflächen, die als Walm bezeichnet werden.
Der Giebel wird durch einen vollständigen Walm ersetzt, wenn das Dach an allen vier Seiten Schrägen hat. Ein Walmdach hat auch einen Dachfirst (sonst wäre es ein Zeltdach).
Das Walmdach wird in der Regel als Pfettendachstuhl konstruiert.

Ein Walmdach ist teuerer als Sattel- oder Pultdächer, weil die Konstruktion aufwändiger ist.
Diese Dachform ist jedoch sehr langlebig und pflegeleicht, da keine Giebel vorhanden sind.

Für die Dacheindeckung können verschiedene Materialien gewählt werden. Es hängt hauptsächlich von regionalen Traditionen ab, welche Baustoffe verbaut werden.
In Niederbayern sind Dachziegel üblich.

Schopfwalm / Krüppelwalmdach:

Krüppelwalmdach

Wenn das Dach nicht bis auf Traufhöhe (Höhe der Dachrinne) heruntergezogen ist, spricht man von einem Krüppelwalm oder Schopfwalm.

Krüppelwalmdächer findet man öfters auf großen Gehöften in Niederbayern und in Norddeutschland. In den 80er Jahren war diese Dachform auch bei Wohnhäusern im Altbayerischen Raum sehr beliebt.
Die beiden Giebelseiten der Dachflächen enden oberhalb der Hausseiten. So entsteht keine gleichmäßige Traufhöhe, die rund ums Dach verläuft.

Wegen der hohen Stabilität wurden und werden Krüppelwalmdächer traditionell dort eingesetzt, wo First und Giebel vor rauher Witterung geschützt werden sollen.
Oft findet man diese Dachform auch bei längeren Gebäuden.

Im nächsten Teil der Serie „Verschiedene Dachformen“ geht es um das Tonnendach.

 

Veröffentlicht / aktualisiert am 26.11.2019

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